Ich lern mit YouTube, und du?

Wer kennt das nicht, kurz vor einer Prüfung und nicht vorbereitet? Ob es Algorithmen sind, Hamlet, die Schwalbenschwanzverbindung, die Un-Behindertenrechtskonvention oder die Verneinungsform im Chinesischen. Keine Sorge, guter Rat ist nicht mehr teuer. Zwei Klicks, wenige Minuten und Ta-da, die Prüfung kann kommen – dank YouTube!

 

Wo keine Motivation ist, ist auch kein Wille. Und wie soll da Motivation auftreten, wenn ich den ganzen Tag nur meine Sitzhöcker platt sitze und meine Zehen langsam Wurzeln schlagen, während eine Labertasche im monotonen Redestil die hinter ihm projizierte Präsentation vorliest – nicht zu vergessen die Pausen die er einlegt, und aus dem Fenster schaut. Ob dort die Sonne untergeht? Und du kannst nicht mehr unterscheiden, ob du mit dieser Situation jetzt über- oder unterfordert bist.

 

image.png

 

Schluss mit Über-, Unter-, Willens-, Leistungs- und was-weiß-ich-für-forderung. Jetzt geht’s um Eigenmotivation. Das gute an YouTube ist, du suchst dir aus mit wem du lernst, wie viel du heute lernst, wann du lernst, wann du eine Pause brauchst und ob du etwas wiederholen oder überspringen solltest. Du bist der Boss über deinen individuellen Lernprozess! Motiviert das nicht?

 

Es geht um dich und dein individuelles Lerntempo. Habe ich Lust, ein neuen Song zu lernen – kein Problem, easy peasy, das bekommen wir auf jeden Fall hin. Wir starten den Computer, öffnen den Browser und gehen auf YouTube, geben den Titel des Liedes ein plus das Wort „Tutorial“ und es muss nur noch der gewünschte Vlogger ausgewählt werden – los geht’s! Und wenn du zwischendrin Lust auf einen Milchshake mit Banane verspürst, dann drück einfach auf Pause und schaue dir dieses Tutorial dazu an.

 

image.png

 

YouTube zur Wissensvermittlung. YouTube ist inzwischen nicht nur ein privater Trainer, Lehrer und Motivator, sondern wird auch in Einrichtungen für die Wissensvermittlung genutzt. Einige binden die Videos als Unterrichtsmaterial ein, andere erstellen Videos, um ihre Schüler auch beim Lernen zuhause zu unterstützen, oder erarbeiten mit Schülern Themen, um das Ergebnis zu verfilmen und mit der YouTube-Community zu teilen. So findet man inzwischen Schulstunden, Vorlesungen und Fortbildungen im Netz, in dem fast jeder fündig werden kann (auch ohne zu suchen). Das Angebot wird übersichtlich über #Bildung dargestellt.

 

Die Spreu im Weizen. Nicht jeder Vlog ist qualitativ hochwertig, also gut recherchiert oder durchdacht – besonders wenn ihr YouTube zur Wissensaneignung nutzt, informiert euch lieber zweimal! Experimente sollten nicht ohne einen Experten durchgeführt werden!

Wollt ihr mehr über dieses Thema wissen und habt vielleicht Interesse daran, selbst ein Video zu erstellen, findet ihr dazu hier eine Masterarbeit von Alexander Becher, die sich damit im Detail befasst.

 

image.png

 

Bildquellen:

Beitragsbild: https://isacotur.tr.gg/Youtube_abone_ol.htm
Motivation: http://www.eoi.es/blogs/imsd/the-importance-of-motivation-in-social-enterprises/
Filmender Junge: http://www.connected-kids.at/?p=10380
So macht lernen Spaß: http://www.connected-kids.at/?p=9436

Advertisements

Ein Kommentar zu „Ich lern mit YouTube, und du?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s